Zitronen-Joghurtkuchen

Das „3-Minuten-Rezept für Zitronen-Joghurtkuchen“ von Maria Dirschauer auf der Genuss Seite von Merkur.de habe ich nachgebacken. Die etwas ungewöhnliche Angabe der Zutaten kann man entsprechend der Größe der Backform leicht varieren. Ich habe eine kleine elsässische Gugelhupf Form mit 750ml Inhalt verwendet und die angegebenen Mengen halbiert. Das hat sehr gut geklappt! Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein saftiger köstlicher Kuchen.

Zutaten

Die Mengenangaben beziehen sich auf eine Backform für 1,5 Liter.

2 Eier
2 Tassen Mehl
1 Tasse Zucker
1 Tasse Sonnenblumenöl
2 Tassen Naturjoghurt
2 EL Zitronensaft
1-2 TL abgeriebene Bio-Zitronenschale
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Backpulver

 

Zubereitung

Heizen Sie den Backofen auf 170-180 °C Ober-/Unterhitze bzw. 160 °C Umluft vor.
Die Zubereitung ist denkbar einfach: Geben Sie alle Zutaten in eine Schüssel und verrühren Sie alles mit einem Handmixer.

Fetten und mehlen Sie eine Springform ein, so bleibt nichts vom Teig später kleben. Gießen Sie den Teig in die Form.
Backen Sie den Zitronen-Joghurt-Kuchen im heißen Ofen für ca. eine Stunde.
Machen Sie nach etwa 50 Minuten schon einmal die Stäbchenprobe: Wenn Teig an einem Schaschlikspieß oder Zahnstocher kleben bleibt, braucht er noch etwas. Kommt das Stäbchen sauber heraus, ist der Kuchen fertig.
Jetzt müssen Sie den Kuchen nur noch aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.

Den Zitronenkuchen mit Puderzucker bestäuben. Jetzt heißt es nur noch: anschneiden und genießen. Guten Appetit!

 

Print Friendly, PDF & Email
Veröffentlicht unter Backwaren, Kuchen & Gebäck | Kommentare deaktiviert für Zitronen-Joghurtkuchen

Gänseschmalz – klassisch

Auch als Amuse Geule ein Leckerbissen.                                                               Foto: Wolfgang Härtel

Wer Gänsebraten mag, der verzichtet nicht auf leckeren Gänseschmalz. Eine sehr schmackhafte und auch gesunde Delikatesse. Es enthält mehrfach ungesättigte Fette wie Omega-6- und Omega-3 Fettsäuren und senkt das Colesterin im Blut und wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus.

Zutaten

Vom Gänsebraten ausgelassenes Fett und/oder frische Gänseflomen
Schweineschmalz oder Palmin
Zwiebeln, gewürfelt
Äpfel, säuerlich, Granny Smith oder Boskop, klein geschnitten
Salz
Pfeffer, schwarz aus der Mühle
Majoran

Zubereitung

Gänseflomen in kleine Würfel schneiden und zusammen mit dem bereits flüssigen Fett der Gans bei mittlerer Hitze zusammen mit den Zwiebeln und Äpfeln im Gänsefett bei mittlerer Temperatur solange erhitzen bis die Zwiebeln zu bräunen beginnen.  Oft umrühren. Es dauert ziemlich lange, ehe die Zwiebeln bräunen. Das kann je nach Menge durchaus über eine Stunde dauern. Mit Salz und Majoran würzen.

Erst ganz am Schluss etwa 1/4 Schweineschmalz zugeben. Es wird zum Binden benötigt, da das Schmalz sonst nicht fest wird. Abkühlen lassen! Bevor der Schmalz ganz fest wird, mit Salz, Pfeffer und Majoran abschmecken und mehrmals kräftig umrühren, damit sich Zwiebeln und Äpfelstücke nicht absetzen, sondern im Schmalz verteilen. In Gläser oder in irdenen Gefäßen abfüllen.

Mit gerösteten, abgekühlten Roggenbrot servieren.

 

Print Friendly, PDF & Email
Veröffentlicht unter Beilagen, blog, Gans | Kommentare deaktiviert für Gänseschmalz – klassisch

Gänsebraten – klassisch

So sieht eine gut gebratene Gans aus.                                          Foto: Wolfgang Härtel

Die wichtigsten Punkte, wie man eine Weihnachtsgans zubereitet:

  1. Wenn Sie eine Weihnachtsgans auftauen, tun Sie dies im Kühlschrank und nicht in der Nähe eines Heizkörpers oder in Kontakt mit direkter Hitze. Dies kann bei einer großen Gans bis zu 3 Tage dauern, planen Sie also voraus.
  2. Vor dem Braten Ihrer Gans müssen die Innereien und Fettflomen (aufheben) entfernt werden.
  3. Von dem Innereien und den Flügeln stellen Sie eine Fond her, der die Basis für eine gute Sosse ist. Der Fond kann schon Tage vorher hergestellt werden.
  4. Planen Sie den Platz im Ofen gut ein. Die Gans wir offen möglichst in einer Halterung / Bratgestell / Rack auf einem tiefen Backblech platziert (sieh Foto oben). Dadurch hat die Gans keinen direkten Kontakt zum Blech und bleibt rundherum „trocken“.
  5. Das austretende Fett muss möglichst jede halbe Stunde abgeschöpft werden und getrennt aufbewahrt werden. Zusammen mit den Fettflomen gibt es dann später den Gänseschmalz.
  6. der Vogel kann nach Fertigstellung bis zu 30 Minuten im Ofen bei 90 Grad ruhen, während Sie dem Weihnachtsfestessen den letzten Schliff geben, z.B. das Gemüse und die Soße.
  7. Begießen Sie die Gans während des Bratens häufig mit dem eigenen Fett und dem Fond. So bleibt das Brustfleisch saftig und schmackhaft und die Gäste am Tisch werden begeistert sein.
  8. Wählen Sie die richtigen Beilagen, um den natürlichen Geschmack der Gans zu unterstreichen.

Zutaten für 5 Personen

Für den Fond

Flügel und Innereien
Wurzelgemüse (Möhre, Sellerie, Petersilienstengel oder Persilienwurzel)
Zwiebel
Lorbeerblatt
Thymian
etwas Beifuß
etwas Majoran
1 EL Tomatenmark
Sonnenblumenöl

Bitte kein Salz zum Fond geben! Die Sosse wird erst später mit Salz abgeschmeckt!

Für die Gans

1 Gans, gefroren oder frisch ca. 5 kg
2 säuerlich Äpfel, Boskop oder Granny Smith
1 große Zwiebel, halbieren
1 Strauch getrockneter Beifuß
Majoran, getrocknet
Salz
Pfeffer, schwarz aus de Mühle
Küchengarn zum Binden
Zahnstocher zum Verschließen der Gans
3 L Wasser
Bier
etwas Apfelsaft
1 kleine dickbauschige leere Flasche (daurch werden die Keulen von innen gegeart und sind mit der Brust gleichzeitig fertig gebraten sind)
Alufolie
Maisstärke

Zubereitung

Für den Fond

Zwiebel und Wurzelgemüse in grobe Würfel schneiden. Äusseren Flügel von der Gans abschneiden, zerhacken und zusammen mit den zerkleinerten Innereien in einem hohen Topf scharf anbraten. Danach das Wurzelgemüse hinzugeben und weiter anbraten. Mit Tomatenmark vermischen und kurz weiter braten. Mit Wasser auffüllen und  ca. 3 Stunden leicht köcheln lassen. Danach Fond durch einen Seiher abgießen und kaltstellen. Am nächsten Tag von der Fettschicht befreien und ggf. reduzieren. Ca 1 Liter Fond reicht. Beiseite stellen.

Für die Gans

Frühe Vorbereitungen

Nach dem Auftauen im Kühlschrank sollte die Gans möglichst an einem kühlen Ort (Keller) 1-2 Tage aufgehängt werden. Dadurch tropft noch Flüssigkeit aus und die Gans erhält eine schöne trockene Haut.

Am Tag des Gänsebratens

Backofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen

Vor dem Füllen noch den Bürzel abschneiden oder die Fettdrüsen abschneiden. Restfedern entfernen. Salz und Pfeffer in der Gans verteilen, mit Beifußstrauch ausstreichen. Beifusserste in die Gans legen. Die Flasche mit dem dicken Teil in die Gans schieben, so das sie die Keulen von innen garen. Danach mit 1-2 Äpfeln und der Zwiebel füllen. Jetzt wird die Gans noch mit Küchengarn und Zahlstochern verschlossen sowie Keulen und Flügel mit Küchengarn dicht an den Körper der Gans gebunden. Vor dem Braten Salz in die Haut der ganzen Gans massiern. Bitte nicht zu viel Salz!

Überwachung des Bratvorgangs
1. Stunde

Braten Sie die Gans auf einem Gestell auf dem Bratblech, damit die Gans nicht in ihrem eigenen Fett kocht. Das Bratblech dient als Basis für eine herrliche Soße.

Die Gans wird auf die Halterung mit Brust nach unten gelegt und das Blech in die untere Schiene geschoben. Die erste Stunde dient vor Allem dem Entfetten. Die Gans hat eine tiefe Fettschicht unter der Haut, die beim Braten gelöst werden muss. Stechen Sie dazu einfach mit einem Zahnstocher oder einer Rouladennadel immer wieder in die Haut ein und konzentrieren Sie sich dabei auf den Bereich zwischen Brust und Keulen. Für das Entfetten der Bratenflüssigkeit, die sich im Bratblech sammelt, nimmt man es am Besten zusammen mit der Gans kurz aus dem Backofen. Drahtgestell mit Gans abheben, auf ein anderes Blech stellen (falls aus der Gans Saft austreten sollte) und den Inhalt des Bratblechs in einem Topf gießen. Das abzuschöpfende Fett gesondert aufbewaren.

Die enentfettete Flüssigkeit in einer Kasserolle aufbewahren. Gans wieder in den Backofen geben und etwas Wasser, Apfelsaft oder Fond in das Bratblech gießen. Hier soll sich allmählich der braune Bratensatz für die Sauce bilden. Also nicht zu viel Flüssigkeit dazugeben. Nach dem mehrfachen Entfetten wird der Bratensatz abgekratzt und in die Kasserolle gegeben.

2. Stunde

Temperatur auf 170 Grad zurückstellen. Gans auf eine Seite drehen, so daß eine Keule nach oben zeigt. Im übrigen wie oben mehrfach entfetten! Mit dem Fond regelmässig die Gans bestreichen.

3.Stunde

Temperatur unverändert. Gans auf die andere Seite drehen, so daß eine Keule nach oben zeigt. Im übrigen wie oben mehrfach entfetten! Mit dem Fond regelmässig die Gans bestreichen.

4. Stunde

Ofen auf Umluftgrillen bei 160 Grad umstellen. Gans in der ersten halben Stunde wieder mit Brust nach unten. In der letzte halben Stunde die Gans mit Brust nach oben drehen und gelegentlich mit Bier bepinseln, damit die Haut schön knusprig  wird, aber nicht verbrennt. Keulen und Flügel ggf. mit Alufolie abdecken, damit sie nicht austrocknen. Kontrollieren Sie den Grillvorgang und reduzieren Sie ggf. die Temperatur.

Ob die Gans gar ist stellt man fest, wenn sich die Keulen bewegen und leicht lösen lassen.

Wenn Gans fertig gebraten ist, kann sie bei ca. 90 Grad noch etwas ziehen, bevor sie tranchiert wird. In der Zwischenzeit wird die Sauce fertiggestellt. Dazu die Flüssigkeit aus der Gans und den restlichen Fond zum Bratensaft in der Kasserolle geben. Abschmecken, reduzieren, salzen und ggf. mit Maisstärke etwas binden.

Print Friendly, PDF & Email
Veröffentlicht unter blog, Fleisch, Gans | Kommentare deaktiviert für Gänsebraten – klassisch

Pochierte Birnen im Orangensud

Diese Rezept hat sich bewährt als Beilage für Wildgerichte. Es stammt – etwas abgewandelt – von Annemarie Wildeisens.

Zutaten für 4-5 Personen

2 Orangen, ungespritzt
1 Zitrone
3 Birnen, groß und fest
100 ml Weißwein
2 EL Cointreau oder anderer Orangenlikör
150 g Zucker
200 ml Wasser
1 Sternanis Stern
2 Nelken
1 Prise Zimt, oder 1 Zimtstange
2 zerdrückte Wacholderbeeren

Zubereitung

Orangen heiss waschen, dann die Hälfte der Schale dünn abschneiden (nur das Gelbe, der weisse Schalenteil schmeckt bitter!). Die beiden Orangen auspressen.

Den Zucker und das Wasser in eine mittlere Pfanne geben bis sich der Zucker aufgelöst hat. Orangensaft, Orangenschale, Weisswein, nach Belieben den Orangenlikör und Gewürze dazugeben. Aufkochen, dann auf kleinem Feuer 10 Minuten leise köcheln lassen. und abschmecken.

Inzwischen die Birnen schälen, halbieren und das Kerngehäuse herausschneiden. Mit Zitronensaft beträufeln, damit die Birnen nicht braun werden.

Die Birnenhälften in den leicht kochenden Sud legen und zugedeckt weich garen. Der Sud sollte die Birnenhälften bedecken. Die genaue Kochzeit hängt von der Birnensorte und deren Reifegrad ab. Reife Birnen nur einmal aufkochen und dann kühl stellen. Feste Birnen nach etwa 5 bis 10 Minuten das erste Mal mit einem spitzen Messer in die Birnen stechen, um den Gargrad zu prüfen. Sie sollten noch etwas fest sein, da sie im warmen Sud noch nachgaren.

Die Birnen mit einem Schaumlöffel aus dem Sud heben und in eine Schüssel geben. Sie schmecken sowohl warm wie ausgekühlt, aber besser nicht aus dem Kühlschrank.

Am besten bereitet man diese Beilage am Vortag zu und läßt die Birnen das Aroma über Nacht aufnehmen. Ggf. kann man die Birnen noch nachgaren, wenn sie noch zu fest sein sollten. Zum Servieren kann man Prießelbeeren in das Kerngehäuse füllen.

 

Print Friendly, PDF & Email
Veröffentlicht unter Beilagen, blog, Dessert | Kommentare deaktiviert für Pochierte Birnen im Orangensud

Spare Ribs

 

Zutaten für 2-3 Personen

1 kg Schweine Kotelettrippen / Kotelettschäler

Für den Sud

ca. 1 Liter Wasser
Karotten, in Würfel geschnitten
Sellerie, in Würfel geschnitten
Salz

Für die Marinade

50 ml Apfelessig
25 g Tomatenmark
1 EL Honig
2,5 EL Whiskey
1 EL Öl (Sonnenblume)
1,5 EL Sojasauce (salzig)
1 EL geräucherte Paprika
Knoblauchzehe, gehackt

 

Zubereitung

Von den Rippchen die weisse Silberhaut abziehen. Dann in einen Topf legen und mit Wasser bedecken. Wurzelgemüse und das Salz hinzufügen. Ca. 1 Stunde köcheln lassen, herausnehmen und beiseite stellen. Den Sud wegschütten.

Für die Marinade alle Zutaten in einen Topf geben, kurz aufkochen, abschmecken. Die Rippchen auf ein mit Backpapier oder Alufolie ausgelegtes Blech legen und die Rippchen mit einem Pinsel streichen.

Backofen Grill auf höchster Stufe vorheizen. Das Blech mit den Rippchen in den oberen Einschub schieben und mehrfach im Wechsel 3 Minuten grillen, herausnehmen und wieder mit der Marinade einstreichen, bis die Marinade verbraucht ist und die Rippchen schön knusprig sind.

 

Print Friendly, PDF & Email
Veröffentlicht unter blog, Schwein | Kommentare deaktiviert für Spare Ribs

Morchelrahmsauce

Eigentlich kann man dieses Rezept auch für andere getrocknete Pilze, wie z.B. Steinpilze verwenden. Am besten eignet sich als Basis der Bratensatz von kurz gebratenen Kalb- oder Rindfleisch.

 

Zutaten für 4 Personen

1-2 EL kleine , getrocknete Morcheln
1 TL Puderzucker
150 ml Weißwein
100 ml Gemüsebrühe
1 TL Dijon-senf, mittelscharf
2 TL Speisestärke
100 g Sahne
1 Lorbeerblatt
1 Knoblauchzehe, in Scheiben
2 Scheiben Ingwer
4 Wacholderbeeren, zerdrückt
1 Streifen Zitronenschale
Salz und Pfeffer

Zubereitung

Morcheln in 100 ml heißem Wasser oder Brühe etwa 30 Minuten einweichen. Dann in ein mit einem sauberen Küchentuch ausgelegtes Sieb gießen, dabei den Sud abgießen, abtropfen lassen. Beides später verwenden.

Den Puderzucker in den Bratensatz stäuben und karamellisieren. Den Wein dazugießen und fast vollständig einköcheln lassen. Mit etwas Morchelsud und  Gemüsebrühe aufgießen, den Senf unterrühren. Die Speisestärke mit wenig kaltem Wasser glatt rühren, in den Sud geben und köcheln lassen, bis dieser sämig bindet. Die Sahne hinzufügen, Lorbeer, Knoblauch, Ingwer, Wacholderbeeren und Zitronenschale dazugeben und darin einige Minuten ziehen lassen, dann wieder entfernen. Die Sauce warm halten. Zum Servieren die Morcheln dazugeben.

 

Print Friendly, PDF & Email
Veröffentlicht unter blog, Fonds und Saucen, Saucen | Kommentare deaktiviert für Morchelrahmsauce

Dip für Miesmuscheln

Sicher kann man im Weinsud zubereitete Miesmuscheln auch auch ohne Dip genießen. Doch ich finde dieser schnell zubereitete Dip ergänzt diese Gericht vorzüglich.

 

Zutaten für 4 Personen

3 EL Majonaise
3 EL Creme fraiche
1 TL Dijon Senf
1-2 Knoblauchzehen
1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitung

Die Knoblauchzehen fein schaben oder durch eine Presse drücken. Zusammen mit den anderen Zutaten gut vermischen und abschmecken. In kleine Schälchen verteilen, so dass jeder seinen eigenen Dip hat.

 

Print Friendly, PDF & Email
Veröffentlicht unter blog, Fisch & Krustentiere, Fonds und Saucen, Krustentiere, Saucen | Kommentare deaktiviert für Dip für Miesmuscheln

Bologneser Fleischsauce (Ragù alla bolognese)

Ragù, wie die Bologneser ihre berühmte Pastasauce nennen, zeichnet sich durch einen milden, angenehmen Geschmack aus, die leicht herzustellen ist, wenn man ein paar wichtige Punkte beachtet:

  • Das Fleisch darf nicht zu mager sein, gemischtes Hackfleisch ist geeignet.
  • Das Salz gleich beim Anbraten des Hackfleischs hinzufügen, damit der Fleischsaft in die Sauce austritt.
  • Erst die Milch, dann Wein und Tomaten zum Fleisch geben.

Das Rezept, leicht verändert, stammt aus dem Buch „Die klassische italienische Küche“ von Marcella Hazan, Heyne 1992.

Zutaten für 6 Personen

350 g gemischtes Hackfleisch
1 EL Pflanzenöl
45 g Butter
85 g gehackte Zwiebeln
3 Stangen Staudensellerie, gehackt (Geschmacksache)
4 mittelgroße Möhren, gehackt
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
0,2 ml Vollmilch
frisch geriebene Muskatnuß
0,2 ml trockener Weißwein
500 g italienische Flaschentomaten aus der Dose, klein geschnitten, mit dem Saft
550 bis 675 g Pasta
1 EL Butter für die Pasta
frisch geriebener Parmigiano

Zubereitung

  1. Öl, Butter und gehackte Zwiebeln in den Topf geben und auf Mittelhitze schalten.
    Die Zwiebel unter Umrühren glasig anschwitzen, dann gehackten Sellerie
    und Möhren hinzufügen. Etwa 2 Minuten garen; umrühren, damit das Gemüse
    gut mit Fett überzogen ist. Hackfleisch, eine große Prise Salz und ein wenig Pfeffer dazugeben.
  2. Das Fleisch mit der Gabel zerkrümeln, sorgfältig umrühren und so lange garen,
    bis es nicht mehr roh und rot aussieht.
  3. Die Milch hinzufügen und unter häufigem Umrühren so lange brodeln lassen,
    bis sie völlig verdampft ist. Eine winzige Prise Muskatnuß in den Topf reiben und umrühren.
  4. Den Wein dazugießen und langsam verdampfen lassen, dann die Tomaten hinzufügen und alle Zutaten sorgfältig verrühren. Wenn die Tomaten zu brodeln beginnen, die Hitze verringern, so daß die Sauce sehr schwach kocht; es darf nur hin und wieder eine Blase an die Oberfläche steigen. Mindestens 2 Stunden unter gelegentlichem Umrühren köcheln. Es wird Ihnen auffallen, daß die Sauce trocken wird und das Fett sich vom Fleisch trennt. Damit sie nicht anbrennt, fügen Sie jedesmal, wenn es nötig wird, etwas Wasser hinzu. Zum Schluß darf jedoch kein Wasser mehr vorhanden sein, und das Fett muß sich von der Sauce trennen. Mit Salz abschmecken.
  5. Die fertige Sauce in einer großen vorgewärmten Schale geben und mit der gekochten, abgetropften Pasta vermischen; dabei die Butter hinzufügen. Frisch geriebenen Parmesan extra dazu servieren.

Besonders geeignete Pasta sind die großen Malfadine Nudeln.

Zu Ehren von Prinzessin Mafalda von Savoyen stehen die Mafaldine für die raffinierte Seite der gastronomischen Tradition in Neapel.

Bei den Mafaldine handelt es sich um eine lange Pasta-Sorte, die an beiden Enden gekräuselt ist und ihre Form auch nach dem Kochvorgang nicht verliert.

Auf diese Weise entsteht eine Verbindung unterschiedlicher Konsistenzen zwischen den geschwungenen Rändern und dem flachen Teil in der Mitte, weshalb diese Pasta auch aufwändigere Saucen hervorragend betont.

 

Print Friendly, PDF & Email
Veröffentlicht unter blog, Fonds und Saucen, Pasta | Kommentare deaktiviert für Bologneser Fleischsauce (Ragù alla bolognese)

Kalbsbäckchen, geschmort


Die Backen vom Kalb haben einen hohen Bindegewebsanteil, weshalb sie lange geschmort werden. Dieses klassiche Schmorgericht, langsam in Rotwein gegart, lässt sich gut am Vortag zubereiten. Das fettarme Fleisch sollte schonend gegart werden, damit es seine Zartheit behält und nicht austrocknet. Kalbsbäckchen sollten vorbestellt werden da jedes Kalb nur 2 Stück davon hat. Wer Schmorgerichte mag, dann ist dieses Rezept eines der leckersten. Allerdings ist es kein Fast-Food, sondern braucht seine Garzeit von bis zu 2 Stunden.

Zutaten für 6 Personen

6 Kalbsbäckchen (je Person 1 Stück)
Röstgemüse: Knollensellerie, Karotten, Zwiebeln, Petersilienwurzel
Lorbeer
Rosmarinzweig
Thymian, frisch oder getrocknet
Tomatenmark
Steinpilze, getrocknet, ca. eine halbe Hand voll
Pfeffer und Salz
1 Flasche trockenen Rotwein
1 Schuss Madeira
Mehl
Butterschmalz zum Anbraten

Zubereitung

Die Kalbsbäckchen von der Haut befreien, abtrocknen, salzen und mehlieren.  Ausreichend großen Bräter mit Butterschmalz erhitzen. Die Bäckchen anbraten bis sie leicht gebräunt sind. Nicht alle Bäckchen auf einmal anbraten, sondern beim Anbraten dem Fleisch genügend Platz geben. D.h. nur 2 bis 3 Stücke auf einmal anbraten. Aus dem Bräter nehmen und beiseite stellen.

Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Das Röstgemüse in nicht zu kleine Stücke schneiden und in dem Bratenfond geben und bei großer Hitze rösten. Immer wieder umrühren. Nicht anbrennen lassen. Dann Tomatenmark hinzufügen und kurz weiterrösten. Die Bäckchen in den Bräter auf das Röstgemüse legen und mit Pfeffer bestreuen. Rosmarin, Thymian und die Steinpilze zufügen. Mit Rotwein begiessen, so daß die Bäckchen nicht ganz bedeckt sind. Mit einem kräftiger Schuss Madeira abrunden.

Bräter mit Deckel für ca. 2-3 Stunden im Backofen bei 160 Grad  langsam schmoren. Nach ca. 2 Stunden den Gargrad prüfen. Die Bäckchen sollten zart sein, aber nicht zerfallen!

Die fertig geschmorten Bäckchen aus dem Bräter nehmen und beiseite stellen. Den Schmorsud durch ein Sieb geben, ausdrücken und abschmecken. Ggf. die Sauce etwas reduzieren und mit Mondamin leicht binden. Die Bäckchen in die Sauce geben und servierfähig erwärmen.

Beilagen: Knödel, Pasta oder Salzkartoffeln

Print Friendly, PDF & Email
Veröffentlicht unter blog, Kalb | Kommentare deaktiviert für Kalbsbäckchen, geschmort

Cannelloni

 

Canneloni, diese zarten Röllchen aus Pasta, Fleisch und Käse, zählen zu den bevorzugten Pastagerichten. Sie lassen sich einfach zubereiten und gelingen immer, vorausgesetzt, man beachtet ein einfaches Grundprinzip: Bevor die Pasta aufgerollt wird, muß die Füllung glatt darauf verstrichen werden. Diese Schicht darf nicht viel dicker sein als die Pasta selbst. Dann wird die Pasta wie eine Bisquitrolle aufgerollt, so daß die Füllung gleichmäßig verteilt ist. Das Rezept, leicht verändert, stammt aus dem Buch „Die klassische italienische Küche“ von Marcella Hazan, Heyne 1992.

Zutaten für 4-6 Personen

Hackfleisch Grundmasse für Füllung und Sugo
350 g Hackfleisch, gemischt
2 mittlelgroße Zwiebeln
40 g Butter

Für die Füllung
Die Hälfte der geschmorten Hackfleisch Grundmasse
50 g Schinken, gekocht, gehackt
1 Eigelb
Muskatnuss, frisch gerieben
170 g Parmesan, frisch gerieben
225 g Ricotta oder Hüttenkäse

Für den Sugo
Die Hälfte der geschmorten Hackfleisch Grundmasse
2-3 Dosen Tomaten (a 400 g), gehackt
Salz, Pfeffer, Rosmarin und Basilikum

Béchamelsauce
Aus  ca. 1 L Milch, 50 g Butter, 45 g Mehl und 1/4 TL Salz herstellen

Pasta
16 Lasagneblätter verwenden, die ca. 4 Minuten vorgekocht werden müssen. Damit sie nicht aneinander kleben, etwas Öl ins Kochwasser gießen. Wenn man Pasta verwendet, die ohne Kochen verwendet werden können, wird der Sugo zu stark aufgesogen und die Pasta hat keinen Biss mehr! Also, die Mühe lohnt sich!

Zubereitung

1 Die Hackfleischmasse herstellen. Butter und gehackte Zwiebel in eine Bratpfanne
geben, auf Mittelhitze schalten und die Zwiebel glasig anschwitzen. Das Hackfleisch hinzufügen. Auf schwache Mittelhitze zurückschalten, das Fleisch mit einer Gabel zerkrümeln und anbraten, aber nicht braun werden lassen. Sobald es nicht mehr roh und rot aussieht, noch kurz weiterbraten und zwei- bis dreimal umrühren. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen und in zwei Hälften teilen.

2 Die Bechamelsauce zubereiten. Sie sollte ziemlich dünn sein, etwa so wie saure
Sahne. Die fertige Sauce bei sehr geringer Hitze im Wasserbad warm halten. Vor
der Weiterverwendung umrühren.

3 Die Sauce zubereiten: die Hälfte der abgekühlten Hackfleischmasse in einen Topf geben. Gehackte Tomaten samt Saft, Rosmarin und Basilikum hinzufügen und die Hitze so regulieren, daß die Sauce nur ganz leise köchelt. Unter gelegentlichem Umrühren 45 Minuten köcheln. Mit Salz abschmecken.

4 Für die Füllung, die zweiteHälfte der abgekühlten Hackfleischmasse in eine Schüssel geben. Den gehackten Schinken, Eigelb, sehr wenig Muskatnuß – etwa 1/2 TL-, geriebenen Parmesan, Ricotta oder Hüttenkäse und 4 EL Bechamelsauce hinzufügen. Alle Zutaten mit einer Gabel gründlich vermischen. Mit Salz abschmecken. Beiseite stellen.

5 Die Pasta zubereiten: Eine Schüssel kaltes Wasser neben den Herd stellen und ein paar saubere, trockene Geschirrtücher auf einer Arbeitsfläche ausbreiten.  Die
Lasagneblätter mit einer Schaumkelle aus dem Topf herausnehmen und in die Schüssel mit kaltem Wasser geben, nacheinander einzeln wieder herausnehmen und unter fließendes kaltes Wasser halten und zum Trocknen flach auf den Geschirrtüchern ausbreiten. Wenn Sie auf diese Weise alle Pastastreifen in Partien zu 4 oder 5 Stück gekocht und zum Trocknen ausgebreitet haben, tupfen Sie sie mit einem weiteren Geschirrtuch trocken und bedecken sie damit.

6 Den Ofen auf 200 °C vor heizen.

7 Den Boden einer 22 mal 33 cm großen Backform dick mit Butter bestreichen.

8 Die Cannelloni zubereiten: 1 EL Bechamelsauce auf einem großen flachen Teller verstreichen. Einen Pastastreifen auf die Sauce legen und ein wenig drehen, so daß die ganze Unterseite mit Sauce überzogen ist. Auf der Oberseite der Pasta etwa
1 EL Füllung in einer dünnen Schicht verstreichen; rundherum einen 1 cm
breiten Rand freilassen. Die Pasta von der Schmalseite her vorsichtig wie eine
Biskuitrolle aufrollen. Das Röllchen mit der Naht nach unten in die Form
legen. So weitermachen, bis alle Pasta oder alle Füllung verbraucht ist. Hin und
wieder weitere Bechamelsauce auf den Teller streichen, aber etwas zurückhalten.
Den Boden der Form mit etwas Sugo bestreichen, Dann die Cannelloni hineinlegen. Sie dürfen dicht nebeneinander, aber nicht übereinander in der Form liegen.

9 Dann den Sugo gleichmäßig über die Cannelloni verteilen. Die restliche
Bechamelsauce über die Fleischsauce streichen, mit geriebenem Parmesan
bestreuen und mit Buttertflöckchen belegen.
Wenn Sie die Cannelloni vorbereiten wollen: Bis hierher können Sie die Cannelloni ohne zu backen bis zu 2 Tage im voraus zubereiten. Fest mit Klarsichtfolie bedecken und in den Kühlschrank stellen.

10 Auf der zweiten Schiene von oben im vorgeheizten Ofens überbacken, bis sich
eine dünne goldene Kruste bildet. Nicht länger als 20 Minuten backen. Die Cannelloni aus dem Ofen nehmen und mindestens 10 Minuten ruhen lassen. In der Form servieren.

 

Print Friendly, PDF & Email
Veröffentlicht unter blog, Hackfleisch, Pasta | Kommentare deaktiviert für Cannelloni