Wie ist man Austern richtig?

austern01Eine Antwort findet sich in dem Krimi „Bretonischer Stolz“ von Jean-Luc Bannalec:

»Man muss die Augen schließen, wenn man Austern isst. Riechen,
schmecken, spüren. Das Meer, den Ort! Nur Banausen spülen Austern
herunter«, ein Ausdruck von sorgenvollem Abscheu schwang in diesen Worten
mit. »Man muss sie langsam zerkauen und dem Geschmack mit allen Sinnen
nachspüren. Und wer das wirklich tun will, verzichtet auf alle zusätzlichen
Aromen wie Zitrone, Pfeffer oder Vinaigrette. Das Wasser ist so köstlich wie sie
selbst. Eine weitere Unart ist es, Austern eiskalt zu essen, das schädigt den
Geschmack!« Dupin würde wieder einschreiten müssen, Riwal verlor sich. »Am
besten schmecken sie bei einer Temperatur von acht bis zwölf Grad, wie der
junge, leicht moussierende Muscadet mit seinem mineralischen Geschmack
und den Aromen von Äpfeln und Zitrusfrüchten, den man dazu trinkt!«
»Ein Muscadet ist unschlagbar«, rutschte es Dupin unwillkürlich heraus. Ihm
lief das Wasser im Mund zusammen, aber nicht wegen der Austern.
»Ein ebenbürtiger Wein ist wichtig, je nach Geschmack, Region und
Austernart – aber es passen bei Weitem nicht alle Weißweine. Zu den Belon-
Austern ist der Muscadet der absolut perfekte Wein! Aber was auch gut passt:
ein Chablis. Ein Pouilly-Fuissé. Ein Puligny-Montrachet. Warum nicht? –
Hervorragend!«

Das Buch ist eine illlustre Informationsquelle über Austern und Austernzucht in der Bretagne:

ISBN 978-3-462-04927-5

bretonischer_stolz

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